Schräge Diätvariante

Skurril: Zungenpflaster gegen den Speck

9 Abnehmmethoden, die tödlich sind

9 Abnehmmethoden, die tödlich sind
Extremes Low-Carb-Programm:
Eine 34-jährige Frau aus England, die kurz vor ihrer Hochzeit stand, starb angeblich an Herzversagen, weil sie sich einem strengen Diätprogramm unterzog. Die Dame aß lediglich 500 Kalorien des kohlenhydratärmsten Essen. Die Engländerin, die 110 Kilogramm wog, wollte unter keinen Umständen eine "Fette Braut" sein. Kurz bevor sie starb verlor die 34-Jährige 20 Kilo, doch den Weg zum Altar konnte sie nicht mehr gehen. 

Der Grad zwischen gesund und grenzwertig ist bekanntlich sehr dünn - auch beim Thema Diäten kommen immer wieder neue, schräge und mitunter auch zweifelhafte Methoden auf den Markt. Ein magisches Zungenpflaster gegen die überflüssigen Kilos sorgt nun international für Aufregung.


In Venezuela sind Frauen offenbar bereit zu ziemlich alles für die perfekte Figur zu tun. Um einen perfekten Körper zu erreichen lassen sich abnehmwillige Damen nun raue Pflaster an die Zungenoberfläche nähen, um die Nahrungsaufnahme "gewaltsam" zu limitieren. "Miracle Patch" nennt sich die neuartige Abnehmidee und hat in etwa die Größe einer Briefmarke. In Südamerika ist das Wunderpflaster momentan der Renner.


Und so funktioniert's:
Durch den Fremdkörper auf der Zunge wird das Essen und Kauen von fester Nahrung zur schmerzhaften Qual. Die Patienten steigen daher auf flüssige Nahrung um und so purzeln dann auch die Kilos binnen kürzester Zeit.

Entwickelt wurde die Diätmethode von dem US-Schönheitschirurgen Nikolas Chugay, der in seiner Praxis in Los Angeles seit 2009 in etwa 100 Patienten behandelt hat. Chugay ist aktuell der einzige Mediziner weltweit, der die schräge Schönheitsmethode in Amerika anwendet. "Wir wollen den Patienten eine effektive Methode anbieten, ohne dabei auf operative Eingriffe zurückgreifen zu müssen", beschreibt der Arzt die Idee hinter seiner Erfindung.

Laut dem Mediziner dauert das Annähen des Pflasters gerade mal eine Stunde und die Kunden können praktischerweise bereits am nächsten Tag wieder in die Arbeit zurückkehren.

Risiken und Nebenwirkungen
Zahlreiche Ärzte äußern jedoch Zweifel an der Methode und warnen vor dem skurrilen Eingriff. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Schmerzzustände, Schlaflosigkeit und Schwierigkeiten beim Sprechen. Hinzu kommt, dass das Pflaster auf keinen Fall länger als ein Monat auf der Zunge bleiben sollte, das sonst die Gefahr besteht, dass das Patch mit der Zungenhaut verwachsen könnte.

Auch preislich ist die Abnehmmethode nicht gerade billig. In den USA kostet die Behandlung rund 2.000 Dollar. In Venezuela kann man das Patch jedoch bereits um 150 Dollar erwerben und einsetzen lassen. Der Boom des "Miracle Patch" in Venezuela ist somit wohl auf die niedrigen Kosten zurückzuführen.

 

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